Tatkraft kann sich lohnen – das gilt auch bei der Baufinanzierung. Wer handwerklich begabt ist, kann einen Teil der Bauarbeiten selbst durchführen und dadurch Kosten für Handwerker und Bauunternehme sparen. Die so genannte „Muskelhypothek“ kann dabei unter bestimmten Voraussetzungen von der Bank als Eigenkapital angerechnet werden, wodurch sich die Finanzierung zusätzlich vergünstigt. Voraussetzung ist dann allerdings der Nachweis seitens des Kreditnehmers, dass bestimmte Arbeiten tatsächlich in Eigenregie und fachgerecht durchgeführt werden können. Eigenleistungen beim Bau betreffen in vielen Fällen auch die Außenanlagen eines Objektes. Insbesondere dann, wenn Freunde und Verwandte beim Bau helfen, kann sich die Eigenleistung auf einen erheblichen Gegenwert summieren. Die Ersparnis betrifft dabei nicht nur die Kosten, die von Bau- und Handwerksunternehmen in Rechnung gestellt werden, sondern auch die darauf entfallende Umsatzsteuer. Wer die fachlichen Voraussetzungen mitbringt, kann deshalb 20.000 Euro und mehr sparen, sofern neben der eigentlichen beruflichen Tätigkeit genügend Zeit aufgebracht werden kann.
Sofern Freunde und Bekannte in größerem Umfang auf der Baustelle tätig sind, sollten Bauherren unbedingt eine Bauhelferversicherung abschließen, damit bei etwaigen Unfällen ein ausreichender Versicherungsschutz für alle Beteiligten besteht.
